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Ein Haus mit Geschichte

Der „Saure Gockel“ ist eine Institution in Kumpfmühl

Im Jahre 1892 erwarb die Stadt Regensburg hier auf diesem Areal drei Gebäude und baute sie zum städtischen „Armen-, Kranken- und Versorgungshaus“ um. 170 Personen, getrennt nach Geschlecht, fanden in zwei miteinander verbundenen Gebäuden in der städtischen Versorgungsanstalt einen Platz. In den Jahren 1951 – 1952 entstand ein 50 m langer Neubau. Im Jahre 1980 schuf man mit dem Erweiterungsbau ein Altenheim mit Pflegestation und einigen Altenwohnungen. Nach damaligen Erkenntnissen eine moderne Einrichtung, die drei Wohnformen bot.

Der „Saure Gockel“ ist eine Institution in Kumpfmühl. Woher der „Hausname“ kommt, kann man nicht mehr genau nachvollziehen. Es gibt zwei Anekdoten. In der einen wird von der Klosterschwester erzählt, die einen entwendeten Gockel sauer zubereitete, um ihre Armen zu speisen. In der anderen spricht man von den miesepeterischen Männern, die auf der Grundstücksmauer saßen und mürrisch dreinblickten. Damals verlief die Einfriedungsmauer parallel zur Kumpfmühler Straße.

Viele Jahre war das Bürgerheim Kumpfmühl eine Einrichtung für 120 rüstige Bewohnerinnen und Bewohner und eine Pflegestation für 60 Personen. Im Lauf der Zeit wurde der Anteil rüstiger Bewohnerinnen und Bewohner immer geringer und der größte Teil der Rüstigenplätze musste in Pflegeplätze umgewandelt werden.

Seit August 2015 ist die Einrichtung fertiggestellt. Im neuen Bürgerheim leben 143 Bewohner aller Pflegegrade.