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Das Pflegekonzept

Pflegekonzept Hausgemeinschaften – Ein Haus der vierten Generation

Aufgrund der Zunahme

  • des Lebensalters
  • der Demenzerkrankungen
  • der Hilfs- und Pflegebedürftigkeit
  • der überproportionalen Zunahme der Erkrankungen an der Alzheimer Krankheit
  • der allgemeinen Situation im Bürgerheim Kumpfmühl, vor allem im Hinblick auf einen Neubau

haben wir uns die Aufgabe gestellt, für die Betroffenen einen Beitrag zur Verbesserung der Lebensbedingungen zu leisten.

 

Der Begriff Hausgemeinschaft wird wie folgt beschrieben:
„Menschen bewohnen Häuser. Häuser bewohnen aber auch Menschen. Ob die Gebäude bei ihren Bewohnern besonderen Stress oder gar Angst verursachen oder ob sie zu deren Wohlergehen beitragen, ergibt sich daraus, inwieweit sich diese Häuser in Planung und Ausstattung einschließlich Standortwahl auf die Bedürfnisse ihrer Bewohner einstellen können. Hausgemeinschaften verstehen sich als quartiernahe Wohnangebote für pflegebedürftige und /oder verwirrte ältere Menschen.“

  • Das Ziel unserer Pflege ist, die Bewohner in ihren Aktivitäten zu unterstützen, die Fähigkeiten zu erhalten und zu fördern.
  • Die Gestaltung des Tagesablaufes orientiert sich am alltäglichen Leben.
  • Angehörige und Besucher können am täglichen Leben der Bewohner teilnehmen.
  • Der Hausgemeinschaftsbereich ist das Zuhause der Bewohner. Auch die Angehörigen sollen das Gefühl haben, sie Zuhause zu besuchen.
  • Reichen die Selbstpflegekräfte unserer Bewohner nicht mehr aus, so übernehmen wir die Pflege nach den individuellen Wünschen und Bedürfnissen.
  • Das Bestreben des Bürgerheims Kumpfmühl ist es, die Bewohner in dieser einschneidenden Lebenssituation bestmöglich zu unterstützen und zu begleiten.

 

Die Konzeption orientiert sich an der familienähnlichen Wohngemeinschaft. Eine Wohngruppe umfasst 14 - 16 Bewohner. In der Gruppe wird insbesondere das „Normalitätsprinzip“ in der Milieu- und Tagesstrukturierung gelebt.

In unserem Pflegeleitbild orientieren wir uns unter anderem am Pflegemodell von Monika Krohwinkel, das von den 13 Grundbedürfnissen des Menschen ausgeht. 

Langzeitpflege

Das Modell der ganzheitlichen Pflege steht für ein System, in das die individuellen Erfahrungen des Pflegebedürftigen einbezogen werden. Es geht darum, die Bedürfnisse zu erfüllen und den Menschen dabei anzuleiten, zu beraten, zu unterrichten und zu unterstützen. Erst wenn der Mensch nicht mehr in der Lage ist, seine Bedürfnisse zu formulieren, übernimmt die Pflegekraft Verantwortung und führt das Notwendige so aus, wie es der Pflegebedürftige getan hätte – zur subjektiven Zufriedenheit eines jeden Menschen.

Persönliche Gegenstände können und sollen gerne mitgebracht werden. Wir stellen lediglich aus arbeitsschutztechnischen Gründen das Bett, Nacht- und Wäscheschrank, Kommode, Tisch und Stühle zur Verfügung. Um die Gestaltung ihrer Zimmer kümmern sich die Bewohnerinnen und Bewohner selbst oder werden von Angehörigen und Vertrauenspersonen unterstützt.

Jedes Einzelzimmer und jedes Doppelzimmer verfügt über ein eigenes Bad, alle Zimmer sind rollstuhl- oder behindertengerecht.

Der zentrale Ort in der Wohngruppe ist der Aufenthaltsraum, in dem sich alle Aktivitäten des Tages abspielen.

Kurzzeitpflege

Neben der dauerhaften Pflege in unserem Haus nehmen wir auch gerne eingestreut Kurzzeitpflegegäste auf. Gerade nach Krankenhausaufenthalt und bei Urlaub der Angehörigen können wir die Versorgung und eventuell das Wiedererlangen von Fähigkeiten unterstützen. Kurzzeitpflege kann über 28 Tage im Jahr in Anspruch genommen werden.

Verhinderungspflege

Der Gesetzgeber hat die sog. Verhinderungspflege als Rechtsanspruch in das Pflegeversicherungsgesetz integriert. So soll gewährleistet werden, dass die pflegerische Versorgung auch dann sichergestellt ist, wenn pflegende Angehörige eine Auszeit (Urlaub, Kur) benötigen oder gar selbst wegen Krankheit nicht zur Verfügung stehen. Zusätzlich zur Kurzzeitpflege können auch hier 28 Tage im Jahr in Anspruch genommen werden.

Pflegenoten

Seit der gesetzlichen Einführung im Jahr 2009 ist inzwischen jede Pflegeeinrichtung in Deutschland nach der neuen Bewertungssystematik nach Noten durch die Medizinischen Dienste der Krankenkassen (MDK) geprüft worden. Die Ergebnisse werden als sogenannte Transparenz-Berichte im Internet (http://www.pflegelotse.de) veröffentlicht.

Soziale Betreuung

Der Umzug in ein Alten- und Pflegeheim stellt immer eine grundlegende Veränderung des alltäglichen Lebens dar. Heimeinzug bedeutet Abschied nehmen vom bisherigen Leben und Aufgabe der eigenen Wohnung und des sozialen Umfeldes. Viele Bewohner empfinden dies als einen großen Lebensqualitäts- und Werteverlust.

Soziale Arbeit setzt hier an. Beziehungen werden gepflegt, kommunikative Bezüge im Haus hergestellt, stabilisiert und erweitert.

Die Sozialbetreuung verfolgt in Zusammenarbeit mit allen bestehenden Diensten, unter Berücksichtigung der Biographie des Bewohners, folgende Ziele: 

  • Das Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen der Heimbewohner stärken
  • Bei einer kontinuierlichen Lebens- und Alltagsgestaltung mitwirken
  • Kontaktmöglichkeiten erhalten, ggf. schaffen, auch durch Öffnung des Hauses nach außen
  • Befähigung zur selbstbestimmten und möglichst selbstständigen Wahrung von Aktivitäten und Kontakten
  • Beistand leisten bei alltäglichen Konfliktsituationen
  • Die Bewohnerzimmer gestalten helfen, damit sich die Bewohner zu Hause fühlen

Beschäftigungsangebote

wöchentlich

  • Damengymnastik
  • Gedächtnistraining für unterschiedliche Gruppen


14-tägige Beschäftigungsangebote

  • Singkreis
  • Videonachmittag
  • Kontakt der Generationen


Ausflüge und Festlichkeiten

  • Kirchliche und weltliche Feste, z.B. Weihnachten, Ostern, Fasching usw.
  • Ausflüge
  • Teilhabe an kulturellen Veranstaltungen, z.B. Theaterbesuch, Zirkusbesuch usw.

Religion

In unserem hauseigenen Andachtsraum werden regelmäßig katholische und evangelische Gottesdienste angeboten.

Checkliste Einzug

Wir freuen uns, dass Sie sich für uns entschieden haben. Gerne möchten wir Sie schon jetzt bei der Regelung der Formalitäten unterstützen und haben daher eine Checkliste erstellt, aus der Sie ersehen können, welche Unterlagen und Dokumente im Einzelfall erforderlich sind. Sie wählen die Punkte aus, die für Sie zutreffend sind. Bei Rückfragen beraten wir Sie gerne persönlich, telefonisch oder per Email.

Ihre Anmeldeunterlagen können Sie unter Downloads herunterladen und ausdrucken. Außerdem finden Sie hier eine Aufstellung der persönlichen Dinge, die Ihnen den Einzug erleichtern.

 
Für den Heimeinzug benötigen Sie folgende Unterlagen
  • ärztlichen Fragebogen mit Angabe des Hausarztes
  • besondere ärztliche Bescheinigungen: wie z. B. Marcumarpass, Impfausweis, Allergiepass, usw.
  • Vorsorgevollmacht oder Betreuungsnachweis
  • Patientenverfügung
  • aktuelle Mitteilung der Pflegekasse über Pflegegrad
  • Krankenversichertenkarte
  • Nachweis über aktuelle Rezeptgebührenbefreiung
  • Kopie des Personalausweises
  • Kopie des Schwerbehindertenausweises
  • Nachweis über getroffene Bestattungsvorsorge

Für die Antragstellung zur Heimkostenübernahme beim Bezirk, wenn die Rente und vorhandenes Vermögen nicht ausreichen, sind nachfolgende Unterlagen notwendig:

  • vorab sollte (vor dem Einzugstag) schon ein Antrag auf Heimkostenübernahme beim Bezirk gestellt werden
  • aktuellen Rentenbescheid
  • aktuellen Kontoauszug
  • Sparbücher
  • Antrag für Wohngeld bei der Wohngeldstelle

Persönliche Dinge, die den Einzug erleichtern

Waschmaschinenfeste und trocknergeeignete Kleidung:

  • Hausschuhe
  • Nachthemden/ Schlafanzüge ausreichend für 14 Tage bei täglichem Wechsel
  • Unterwäsche ausreichend für 14 Tage bei täglichem Wechsel
  • Morgenmantel
  • Hausanzug, Socken
  • Strümpfe (14 Paar)
  • Strumpfhosen (ca. 7 - 10 Paar)
  • Miederwaren, Korsett, BHs

Waschmaschinenfeste und trocknergeeignete Oberbekleidung:

  • Oberbekleidung wie von zu Hause gewohnt (für alle Jahreszeiten).
  • Mantel oder Jacke, Straßenschuhe, Sandalen

Bettwäsche, Handtücher und Waschhandschuhe

  • Werden von der Einrichtung gestellt

Alle persönlichen Wäsche- und Kleidungsstücke werden von uns gekennzeichnet.

Toilettenartikel

  • Zahnbürste
  • Zahnputzbecher
  • Zahnpasta
  • Reinigungsgefäß für Gebiss
  • Gebissreiniger
  • Seife
  • Haarbürste
  • Kamm
  • Fön
  • Duschgel
  • Körperlotion
  • Deo
  • Rasierapparat
  • Aftershave, Parfüm
  • Tempotaschentücher

Hilfsmittel, die Sie bereits besitzen, zum Beispiel:

  • Brille, Hörgerät, Gehstock, Gehhilfe, Rollator, Rollstuhl
  • Antidekubitusmatratze oder -kissen
  • Hüftschutzhosen

Sonstiges

  • Kulturbeutel
  • Reisetasche, falls ein Krankenhausaufenthalt erforderlich ist

Persönliche Gegenstände sind zum Wohlfühlen ganz wichtig:

  • Bilder
  • Fernseher, Radio, Uhr
  • Tagesdecken
  • Fotoalben, Bücher
  • Lieblingskissen oder was immer Ihnen „lieb, wertvoll und ans Herz gewachsen ist“ ist.

 

Diese Dinge können Sie nach Absprache mit der Einrichtungsleitung ein paar Tage vor dem Einzug bringen, damit alles fertig ist, wenn Sie zu uns kommen.